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Nachlese Neujahrsempfang

Beim Neujahrsempfang der Gemeinde Iffezheim am 7. Januar 2026 begrüßte Bürgermeister Christian Schmid zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Vereinen, Wirtschaft, Institutionen und Bürgerschaft in den Räumlichkeiten der Bénazet-Tribüne. Der Männergesangverein Liederkranz 1857 Iffezheim e.V.  unter der Leitung von Irmgard Löb-Spöhr sorgte mit mehreren Musikbeiträgen für eine feierliche Umrahmung des Abends.
 

In seiner Neujahrsansprache stellte Bürgermeister Schmid das Lied "The Sound of Silence", welches den musikalischen Auftakt darstellte, in den Mittelpunkt. Es stehe sinnbildlich für fehlenden Dialog und mangelndes Zuhören in einer zunehmend komplexen Welt. Der Bürgermeister rief dazu auf, diese "Stille" bewusst zu durchbrechen, das Gespräch zu suchen und ein respektvolles Miteinander zu pflegen - sowohl im gesellschaftlichen als auch im politischen Alltag.
 
Der Neujahrsempfang bilde traditionell den politischen und gesellschaftlichen Auftakt ins neue Jahr. Dieses liege wie ein Weg vor der Gemeinde, dessen Richtung zwar nicht vollständig planbar sei, der jedoch zu großen Teilen gemeinsam gestaltet werden könne. Angesichts globaler Krisen, wirtschaftlicher Unsicherheiten und wachsender kommunaler Aufgaben sei es wichtig, realistisch zu bleiben und gleichzeitig Zuversicht, Mut und Verantwortungsbewusstsein zu bewahren.
 

Unter Bezug auf das Zitat von Adolph Kolping "Was man im Großen nicht kann, soll man im Kleinen nicht unversucht lassen" in Anlehnung an das Jubiläumsjahr der Kolpingsfamilie, betonte Schmid die Bedeutung des Handelns im Kleinen. Kommunalpolitik lebe von konkreten Schritten, von Dialog, Engagement und der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Auch wenn große Herausforderungen nicht immer vollständig lösbar seien, dürfe dies kein Grund für Stillstand oder Resignation sein.
 
Anhand mehrerer Beispiele zeigte der Bürgermeister auf, was in Iffezheim zuletzt konkret bewegt wurde. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Kinderbetreuung. Die Sanierung und Erweiterung des Kindergartens St. Martin sei ein zentrales Zukunftsprojekt mit einem Gesamtvolumen von rund 6,4 Millionen Euro, das durch Fördermittel unterstützt werde. Auch in die Schulen investiere die Gemeinde konsequent: Die digitale Infrastruktur wurde weiterentwickelt, neue Lernkonzepte eingeführt und die Einführung der Ganztagsschule an der Grundschule zum Schuljahr 2026/2027 vorbereitet. Zudem werde der digitale Unterricht an der Maria-Gress-Schule künftig ab Klasse 8 verbindlich umgesetzt.
 
Neben diesen positiven Entwicklungen sprach Bürgermeister Schmid offen die angespannte finanzielle Lage der Kommunen an. Der Haushalt bleibe unter Druck und lasse nur begrenzte Spielräume zu. Dies erfordere Prioritätensetzungen, Ehrlichkeit und teilweise auch schmerzhafte Entscheidungen. Vor diesem Hintergrund stünden wichtige Weichenstellungen an, etwa zur Festhalle und zur Weiterentwicklung des Ortskerns, die Mut und einen klaren Blick nach vorne verlangten.
 
Ein besonderer Dank galt in seiner Ansprache auch den zahlreichen Ehrenamtlichen, Vereinen und Initiativen, die das gesellschaftliche Leben in Iffezheim prägen. Zwei Jubiläen stehen 2026 dabei besonders im Fokus: Die Kolpingsfamilie Iffezheim feiert ihr 100-jähriges Bestehen, der Förderverein der Maria-Gress-Schule blickt auf 25 Jahre Engagement zurück.
 
Für die Kolpingsfamilie stellte Hermann Burkard die geplanten Jubiläumsveranstaltungen vor, darunter ein Benefizkonzert, ein Festgottesdienst, ein großes Jubiläumsfest sowie eine Kabarettveranstaltung zum Jahresabschluss.
 
Für den Förderverein der Maria-Gress-Schule hob Martin Graf dessen Bedeutung für ein funktionierendes schulisches und kommunales Gemeinwesen hervor. Der gute Ruf der Schule beruhe auf dem engen Zusammenspiel von Schule, Gemeinde, Eltern, Förderverein und örtlicher Wirtschaft. Zahlreiche Projekte - insbesondere zur Aufwertung des Schulhofs - seien nur durch dieses Miteinander möglich gewesen. Graf lud zudem zum Jubiläumssommerfest am 11. Juli 2026 ein, bei dem zugleich das 55-jährige Bestehen der Maria-Gress-Schule gefeiert wird.
 

Zum Abschluss rief Bürgermeister Schmid dazu auf, die "Stille" nicht mit Lautstärke, sondern mit Dialog, Respekt und gegenseitigem Verständnis zu überwinden und das Miteinander 
-     mit Mut im Herzen,
-     mit Zuversicht und Solidarität im Blick,
-     mit Offenheit, Respekt, Verständnis und Achtung füreinander,
-     mit der Bereitschaft zum konstruktiven Dialog, Konflikte nicht zu scheuen und Lösungen oder Kompromisse zu suchen,
-     mit dem Mut, andere Meinungen auszuhalten,
-     mit dem Mut, Verantwortung zu übernehmen
und
-     mit dem Ziel, uns nicht auseinander dividieren zu lassen 

zu gestalten.

"Wenn Verwaltung, Gemeinderat, Vereine, Ehrenamt, Wirtschaft und Bürgerschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen, könne aus vielen kleinen Schritten Großes entstehen und das Miteinander in Iffezheim weiter gestärkt werden", so sein abschließender Appell.

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