Startseite

Infoveranstaltung stößt auf großes Interesse

Reges Interesse bestand am Mittwoch, 06.11.2019 bei der Infoveranstaltung zur Vorstellung der Machbarkeitsstudie zur Generalsanierung der Festhalle auf dem derzeitigen Areal, wozu Bürgermeister Christian Schmid die Mitglieder des Gemeinderates, Architekt Andreas Adler vom Büro adler+retzbach, Thomas Wirth von der Stadtentwicklung GmbH (STEG) sowie rd. 220 interessierte Bürgerinnen und Bürger begrüßte.
In seiner Eingangsrede ließ das Ortsoberhaupt zunächst die ergangenen Gemeinderatsbeschlüsse seit dem Jahr 2014 Revue passieren, wonach schlussendlich der Gemeinderat in seiner Sitzung am 31. Juli 2017 nach Abwägung aller vorliegenden Fakten beschlossen hat, zum damaligen Zeitpunkt keine baulichen Veränderungen an der Festhalle vorzunehmen und diesbezüglich auch keine weiteren Beschlüsse zu fassen.

Nach seinen inzwischen gemachten Erfahrungen als Bürgermeister und aufgrund der Kommunalwahlen in diesem Jahr, müsse man bei dem Thema "Ortskernsanierung II", insbesondere hinsichtlich der Festhalle, nochmals Überlegungen anstellen, einen Schritt zurückgehen und bei "Null" beginnen, so Schmid. Deshalb habe er den Architekten Andreas Adler um die Fortschreibung der Machbarkeitsstudie sowie die STEG um nochmalige Prüfung der sanierungsrechtlichen Rahmenbedingungen und Fördermodalitäten gebeten. Nach Abwägung aller Interessen und neuesten Erkenntnisse ist eine Sanierung der Festhalle am bestehenden Standort unter Einbezug des Gasthauses Sonne und der umliegenden gemeindeeigenen Grundstücke (Gesamtentwicklung Quartier) eine große Chance und sinnvolle Lösung, verdeutlichte Schmid. Gleichzeitig ging der Bürgermeister auf den zeitlich begrenzten Horizont der Sanierungsmaßnahmen ein, nachdem zur Sicherstellung der Förderung alle Maßnahmen bis zum 30. April 2024 abgerechnet sein müssen.
Vor diesem Hintergrund habe der Gemeinderat in seiner öffentlichen Sitzung am 21.10.2019 beschlossen, eine Sanierung der Festhalle am bestehenden Standort sowie eine Entwicklung des gesamten Quartiers weiter zu planen. Die Verwaltung wurde hierbei beauftragt, alle weiteren Schritte in die Wege zu leiten und sowohl die Fördermöglichkeiten und die finanzielle Realisierbarkeit als auch die Gesamtentwicklung des Quartiers unter Einbezug des Gasthauses "Sonne" zu prüfen. Mit der heutigen Informationsveranstaltung soll nun insbesondere die Öffentlichkeit über das bisherige Prozedere, die fortgeschriebene Machbarkeitsstudie sowie die sanierungs-/ förderrechtlichen Rahmenbedingungen informiert werden, so Schmid.
Architekt Andreas Adler ist sich diesen zeitlichen Vorgaben bewusst, weshalb er in seiner Vorstellung der Machbarkeitsstudie bereits zahlreich näher beleuchtete Vorschläge einbezogen hat. Die Aufgabenstellung beinhaltet die  Sanierung und Ertüchtigung der Festhalle innerhalb der bestehenden Kubatur (Bestandsschutz), die Stellplätze mit Zu- und Abfahrtssituation sowie die Erschließung des Innenbereichs des Grundstückes. Hierbei erläuterte er die seit der Errichtung des historischen Gebäudes im Jahr  1937 die in den 70er Jahren durchgeführten An- und Umbauten der insgesamt 1.310 qm umfassenden Nutzfläche der Halle.  Die grob kalkulierten Kosten für die Sanierung im Neubaustandard belaufen sich nach einer groben Kostenschätzung auf ca. 4,6 bis 4,8 Millionen Euro, so Adler. Bei dieser Variante verbleiben bei der Gemeinde Investitionskosten in Höhe von rund 3,24 Mio. Euro. Im Vergleich belaufen sich die Kosten für die Varianten "Abriss und Neubau am aktuellen Standort" auf bis zu 6,5 Millionen und "Neubau an einem anderen Standort" auf bis zu acht Millionen, erklärte der Architekt. Von der Sanierung besonders betroffen sind nach Erläuterung von Adler die Lüftungs-, Heizungs- und Elektroeinrichtungen, die den aktuellen Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Ferner ist der Einbau von Schallschutzfenstern geplant. Weiterhin soll auch die Gebäudehülle gedämmt und die abgehängte Innendecke entfernt werden. Vor der Halle sollen die Anzahl der Parkplätze reduziert, die Rampe quer zur Halle verlegt, die Stellplätze hinter der Halle umorganisiert, die Zufahrten neu geregelt und die asphaltierten Flächen entsiegelt werden. Energietechnisch schlägt der Architekt eine Photovoltaikanlage mit Stromspeicher vor.
Im Rahmen der Vorstellung der Förderrichtlinien durch Thomas Wirth von der STEG, bezeichnete Wirth die Festhalle und das Gasthaus "Sonne" als "Leuchtturmprojekte im Sanierungsgebiet". Gleichzeitig stellte er aber auch fest, dass derzeit noch eine gewisse Zurückhaltung privater Sanierungsmaßnahmen zu verzeichnen ist, weshalb er in seinen Ausführungen hierfür warb. Er ging auf die attraktiven Fördermöglichkeiten ein, welche im Einzelfall zu prüfen sind und verwies auf die diesbezüglichen Flyer, welche im Rathaus erhältlich sind. Voraussetzung sei immer, dass die Sanierung erst nach dem Abschluss der Vereinbarung erfolgt.


Im Anschluss an die Vorstellung konnten die anwesenden Bürgerinnen und Bürger ihre Meinung äußern und Fragen stellen. Neben dem Wunsch der Vergrößerung der zu kleinen Kellerbar und dem Vorschlag, diese auf die Empore zu verlagern, der derzeit zu geringen Anzahl an Stellplätzen und der schlechten Zufahrt wurden u.a. die beengten Verhältnisse, die Belüftung, die fehlenden Umkleidemöglichkeiten und Toiletten im Untergeschoss bemängelt. Ferner wurde angefragt, ob auch der Bau einer Tiefgarage geprüft wurde und wie die Zukunft der alten Turnhalle aussieht. Den Vorschlag einer Tiefgarage schloss Andreas Adler aufgrund der aus seiner Sicht zu hohen Kosten jedoch aus.
Bürgermeister Christian Schmid dankte dem Architekten Andreas Adler und Thomas Wirth für ihre aufschlussreichen Vorträge sowie den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern für die konstruktiven Vorschläge, die die Verwaltung aufnimmt und im Rahmen des weiteren Verfahrens prüfen wird. Im Übrigen versprach er, die Nutzer (Vereine) ohnehin in die detaillierten weiteren Planungen einzubeziehen, wenngleich nochmals darauf hingewiesen wurde, dass im Rahmen der Sanierung keine baulichen "Erweiterungen" möglich sind.

(Erstellt am 14. November 2019)
 

Kontakt

GEMEINDEVERWALTUNG
IFFEZHEIM
   
Hauptstraße 54
76473 Iffezheim

Telefon / Fax 
+49 (7229) 605-0
+49 (7229) 605-70

E-Mail
gemeinde@iffezheim.de

Nützliche Links

Jahresabrechnung Wasser/Abwasser

Bürgerinfo-Portal

Datenschutzgrundverordnung

Grundbucheinsichtsstelle

Sanierungskonzept Ortskern II und Gemeindeentwicklungskonzept

Neubaugebiet "Nördlich der Hauptstraße"

Erweiterung Gewerbegebiet

Sonstiges